Donnerstag, 21. Juni 2007

Arbeit und Karaoke

sorry, dass ich solange nicht geschrieben habe. ich habe einfach zu wenig zeit. werde aber versuchen die letzten wochen im laufe der naechsten tage hochzuladen.

als erstes, denke ich, muss ich euch von meinem ersten karaoke-erlebniss berichten. zuvor mach ich aber noch einen kleinen abstecher zum thema arbeit.
tja, was mach ich eigentlich genau hier? ich bin wie gesagt bei UAES (united automotive electronic systems), einem joint venture von bosch. dort soll ich fuer das sales&marketing department einen trainingsplan fuer neue mitarbeiter entwerfen. das heisst ich muss sehr viel mit chinesen kommunizieren und viele informationen einholen. des weiteren wurde mir eine mitarbeiterin aus der personalabteilung zur seite gestellt, die mich bei meiner arbeit unterstuetzt. da am anfang das projekt nur schleppend anlief, weil benoetigte informationen ewig auf sich warten liessen, wurde ich teilweise in eine andere abteilung mit eingebunden. dort dreht sich alles um das marketing von hybrid komponenten. die abteilung besteht aber nur aus einer deutschen managerin und 5 praktikanten. damit sich alle und auch die thematik kennenlernen, wurde ein workshop abgehalten dessen organisation und durchfuehrung ich mit betreut habe. spaeter durfte ich eine swot-analyse (die bwl'er wissen was ich meine) durchfuehren. kurz gesagt: neben meinem eigenen projekt, unterstuezte ich ab und zu noch die andere abteilung.

thema bringt. unsere chefin und die 5 praktikanten (1xdeutsch, der workshop sollte auf jeden fall mit einem abendessen und karoka enden. was mich jetzt wieder zu meinem eigentlichen4xchinesisch) plus ich sind nach dem workshop in die stadt und waren erstmal lecker essen. ja und danach war dann noch karaoke angesagt. die karaokebars sind in shanghai sehr gross und sehen auch sehr luxerioeus aus, viel glas, spiegel und glitter. jede besuchergruppe bekommt einen eigenen raum, wo man sich dann austoben kann. ich muss sagen, die chinesen koennen schon richtig gut singen, auch die jungs und dann noch mit sehr hoher stimme. die chinesischen lieder sind aber auf dauer recht langweilig, wir wuerden sie als typische schnulzenmusik bezeichnen. es geht um liebe und herzschmerz, abschied usw. nichts mit grosser partymusik. zum glueck gab es auch ein paar englische lieder, zwar mehr aus dem letzten jahrhundert oder weihnachtslieder ;-) aber sie haben ihren zweck erfuellt. allem in allem war es wiedermal ein sehr schoener und interessanter abend. und es war sicherlich nicht das letzte mal karaoke fuer mich :-)

Donnerstag, 14. Juni 2007

That's China (I)

auf wunsch meines vaters gibt es jetzt nochmal die schlange vorher und nachher:ja, das haben wir gegessen bzw. zumindest gekostet...

und noch ein bild, dass er auf dem maenner-WC aufgenommen hat. interessant ist das eis darin...was das wohl fuer einen zweck hat???

Freitag, 8. Juni 2007

Trip in die Berge (Huangshan)

letztes wochenende haben wir ganz spontan beschlossen einen trip in die yellow mountains (huangshan) zu machen. diese liegen ungefaehr 500km westlich von shanghai. wir waren 6 leute (christoph, sabine, britta, sandra, mark und ich) und hatten eigentlich keinen grossen plan von dem was wir taten. wir haben beschlossen mit dem nachtzug am freitag abend loszufahren so dass wir gegen 10 am ziel ankommen. danach wollten wir auf den berg hoch, dort schlafen und am sonntag nachmittag wieder mit dem bus zurueck nach shanghai. soweit die planung...da wir aber alle ein wenig abenteuerlustig sind, haben wir uns im vorein nur um den zug gekuemmert und wollten dann vor ort die anderen dinge klaeren. fuer die zugfahrt haben wir uns dann fuer die guenstigste variante entschieden, fuer die sogenannte "hard sleeper" klasse. das bedeutet man teilt sich eine kabine mit 5 weiteren leuten. auf jeder seite sind 3 betten angebracht und es gibt null privatshaere, weil alles offen ist. es gibt nur waende aber leine tueren oder vorhaenge. aber das war echt eine erfahrung wert und sehr interessant. ich war mit mark, britta und sandra plus einem franzoesischem paerchen in einer nische. sabrina und christoph waren in einem anderen wagen untergebracht. wir hatten recht viel spass beim beobachten der ganzen chinesen um uns herum und als um kurz vor mitternacht das licht ausgemacht wurde, haben wir versucht ein wenig zu schlafen. es war aber eher eine unruhige nacht, da man einfach jedes geraeusch gehoert hat. als es hell wurde erwartete uns jedoch eine schoene aussicht. alles war gruen, es gab berge und wir sind durch viele kleine chinesische doerfer gefahren.

am zielort angekommen mussten wir jetzt nur noch unser busticket fuer die rueckfahrt und einen wagen finden, der uns zum berg bringt. mit hilfe eines netten chinesen, den wir im zug kennengelernt haben, haben wir einen minivan fuer unser vorhaben gefunden. am busbahnhof lief auch alles glatt und so konnte unser bergabenteuer starten. dachten wir...
etwa nach einer stunde hat unser fahrer in einem kleinen ort angehalten und wollte nicht mehr weiterfahren. na super! dummerweise hatten wir auch schon das geld bezahlt und somit hingen wir erstmal fest. auf einmal kam ein chinese, namens mr. hu, auf uns zu und meinte er koennte uns weiterhelfen. er sagte, wir sollen doch zuerst in sein restaurant kommen und danach koennte er uns eien en kostenlosen weitertransport besorgen. wir waren natuerlich mehr als misstrausich. aber was blieb uns denn uebrig? als wir uns dann zu seinem restaurant aufmachten, gab er uns ein kleines buechlein. das war eine art gaestebuch, wo andere toristen ihre erfahrungen ueber diesen ominoesen mr. hu niedergeschrieben waren. und wisst ihr was? die waren durchweh positiv. seine gastfreundlichkeit, seine hilfsbereitschaft und das essen seiner frau wurden in hoechsten toenen gelobt. und so war es dann auch. das restaurant bestand quasi nur aus einem grossen tisch im haus von mr. hu. es gab leckeres und preiswertes essen sowie nette gesellschaft. er hat uns sogar noch 3 betten in einem hostel auf dem berggipfel besortg (ja, ich weiss, wir waren zu sechst...spaeter mehr dazu) und wir wurden tatsaechlich noch kostenlos zum berg gebracht. es war einfach eine tolle erfahrung! so etwas ist noch niemanden hier passiert...

und dann ging er auch schon los, der aufstieg. alles in allem war es schon kein zuckerschlecken, denn die luftfeuchtigkeit war extrem hoch. schon nach den ersten metern waren wir durchgeschwitzt und ausser atem. aber wir haben die 3, oder auch 4 stunden, bis zur mittelstation durchgehalten. die landschaft hat auch fuer alle strapazen entschaedigt. eigentlich wollten wir eine ganz andere route gehen, waren dann aber doch froh zufaellig auf der gelandet zu sein. es waren fast keine touristen unterwegs, wir waren quasi fast alleine und wir haben ein paar schoene wasserfaelle gesehen. der urspruengliche plan war, von der mittelstation auf den gipfel zu gehen. das haben wir dann natuerlich nicht mehr geschafft und somit mussten wir die seilbahn nehmen. oben angekommen, hatten wir einen super blick ueber die wolken hinweg. da es eine art plateau war, konnte man auch oben viel wandern. wir haben dann eine laengere route gewaehlt die uns nach ca. 5 km zu unserem hostel bringen sollte. soweit so gut, unser hostel hat sich auf den ersten blick als ein 4 sterne hotel herausgestellt. wir waren schon sehr erfreut, doch leider wurden wir wieder hinausbegleitet und in einen etwas abgelegenenen bereich gefuehrt. das war dann also unser schlafsaal, schoen nach maedels und jungs getrennt. nun zu dem thema, nur 3 betten aber 6 leute :-) bei den jungs war noch ein bett uebrig, was diese ohne extra aufpreis nehmen durften. ein bett war in einem zimmer mit lauter jungen chinesinnen und ein bett war in nem zimmer mit aeltren chinesischen damen, di eum 19uhr schon am schlafen waren. die maedels haben dann ein bett freigeraeumt und ihre zusammengestellt, somit wurden nochmal ein bett mehr frei. nur im letzten zimmer hatten wir kein glueck und so hae ich mich und britta entschlossen zusammen in einem zu schlafen. die betten waren auch keine richtigen betten. eher eine holzauflage mit ner mini-matraze drauf. wir waren aber froh ueberhaupt etwas zu haben und konnten mit dieser loesung auch gut leben. eigentlich wollten wir nach der ganzen bettenfrage noch irgendwo etwas lecker essen. aber pustekuchen. alle restaurantrs hatten schon zugemacht. so sind wir in einem supermakrt unterhalb des hotels und haben uns instantnoodles geholt. in einer gemuetlichen runde haben wir dann diesen doh sehr ereignisreichen tag ausklingen lassen.



ueber die nacht will ich jetzt nicht viel berichten, viel geschlafen haben wir aber nicht da unsere aleteren damen schon um 2 uhr aufgestanden sind. bloed war nur, dass unser wecker auch um 4 klingeln sollte, da wir den sonnenaufgang sehen wollten. das war also nicht so optimal und somit sind wir in hergottfruehe aufgebrochen um uns einen netten platz fuer unser vorhaben zu suchen. leider haben sich das auch die tausend anderen chinesen gedacht und somit war jeder platz nur so uberfuellt. wir haben dann aber doch noch etwas gefunden und haben dann gespannt auf den sonnenaufgang gewartet. tja, daraus wurde nur nicht viel, da dass wetter nicht mitgespielt hat. es war total neblig und man hat keine sonne sehen koennen :-( schade, und dafuer sind wir so frueh aufgestanden. wir sind dann wieder richtung seilbahn gelaufen mit dem vorhaben den berg bis zur mittelstation hinabzusteigen. irgendwie gibg es aber meinem rechten fuss nicht so gut, ich schaetze ich habe ihn einfach zu sehr belastet. deshalb habe ich mich gegen den abstieg entschieden. britta wollte dann auch mit mir die seilbahn wieder runterfahren. die anderen aber haben den abstieg gewagt und dass, obwohl das wetter immer schlechter wurde. es hat sogar zeitweilig geregnet. es ging bei ihnen aber relativ zuegig voran, so dass wir etwas zur selben zeit angekommen sind. ok, wir mussten noch ewig an der seilbahn inmitten einer traube von chinesen warten bis wir wieder hinabfuhren durften ;-)
unten angekommen hatten wir nur einen gedanken: mr. hu und sein essen!!! wir waren muede und hungrig (hatten nur keske zum fruehstueck) und haben uns dann auf die suche nach einem taxi oder aehnlichem gemacht. da uns alle angebote zu teuer waren, sind wir dann mit dem oeffentlichen bus ins dorf zurueck gefahren. der busfahrer war so nett und hat mr. hu schon kontaktiert, der uns dann prompt von der bishaltestelle abgeholt hat. was fuer ein lichtblick! er hat uns dann noch kurz durch den ort gefuehrt. im restaurant angekommen wurde erstmal eine riesen bestellung aufgegeben und wir haben uns endlich satt gegessen. oh mann, war das lecker. zum schluss gab es dann fried bananas, mit das beste was ich bis jetzt hier gegessen habe. habe mir gleich noch ne portion fuer die busfahrt mitgenommen und wuerde schon deswegen wieder zurueck fahren sollen. mr. hu hat uns dann natuerlioch wieder einen transport zum busbahnhof (gegen ein kleines entgelt) organisiert. tja, und das war es auch schon. nach 5 stunden sind wir zwar ziemlich fertig, aber dennoch sehr zufrieden und mit tausend neuen eindruecken in shanghai gelandet. es war einfach toll und auch unsere truppe hat super zusammengepasst. danke nochmal an euch fuenf fuer diese zeit (und an sabine und christoph, die die idee dazu hatten)!!!


ach, weitere bilder gibt es natuerlich auf der rechten seite :-)

Freitag, 1. Juni 2007

Besuch aus Deutschland

letztes wochende hatte ich besuch aus deutschland. mein eltern und meine schwester haben mich fuer 5 tage hier besucht. es war total schoen bekannte gesichter hier zu haben, leider verging die zeit viel zu schnell.

frueh um 8 kamen sie mit dem maglev (transpaid) an und ich habe sie dann von der station abgeholt. leider hat es an dem tag geregnet so dass es wieder ewig gedauert hat, bis wir ein taxi gefunden hatten. wir sind dann erstmal in meine wohnung gefahren und haben ihre sachen zwischengelagert, da sie erst am mittags ins hotel konnten. aufgrund des schlechten wetters sind wir gleich mal los zum fakemarkt, der unterirdisch neben einer metro station liegt. wir wurden auch dirket fuendig und haben uns mit t-shirts usw. eingedeckt. ich habe auch mitbekommen, dass meine verhandlungskuenste immer besser werden und ich niedrigere preise als meine eltern erzielen konnte. danach ging es wieder zu mir und dann ab ins hotel. ich habe sie in einem hotel direkt am people square, dem knotenpunkt in shanghai, untergebracht. dann sind wir zum bund und waren zwischendurch etwas essen. spaeter am nachmittag musste ich dann zum stoffmarkt um meine bestellten sachen anzuprobieren. meine family war ganz begeistert von dieser moeglichkeit und so hat sich mein vater und meine schwester sich auch gleich etwas naehen lassen. die restliche zeit haben wir noch ein wenig die gegend um den people square erkundet. am abend gab es dann lecker chinesisches essen. danach habe ich alle noch zu unserem all donnerstaglichen treffen im barbarossa mitgenommen und sie haben die leute kennen gelernt, mit denen ich hier viel unternehme. war echt ein schoener abend.

am naechsten tag ging es zuerst ins urban planning and exhibition center. darin wird die geschichte shanghais dargestellt, wie sich stadt entwickelt hat und wie sie sich noch bis zur expo im jahr 2010 noch entwicklen wird. ich fand das extrem spannend, weil in den naechsten 2-3 jahren sich noch so vieles veraendern wird. zum beispiel werden sich die metro linien (zur zeit 5) nahezu verdopplen und viele kleine haueser werden durch wolkenkratzer ersetzt. dann ging es in die altstadt. zuerst sind wir in den yu garden. das ist ein alter garten, der im typischen chinesischen stil angelegt ist. man denkt gar nicht, dass man sich immer noch mitten in einer grossstadt befindet. und vor allem war alles sehr gruen (siehe bilder rechts).
danach haben wir zu fuss die altstadt von shanghai erkundet und auch ich habe wieder ganz andere seiten dieser stadt entdeckt. alles ist sehr alt und sehr heruntergekommen. teilweise sehen die haeuser und gassen echt schlimm aus. vieles wurde auch schon abgerissen und liegt in schutt und asche. alles in allem war es sehr interessant.
am abend sind wir dann zum hot pot essen zusammen mit meiner mitbewohnerin gegangen. das ist eine art chinesisches fondue. man hat einen grossen topf vor sich stehen mit 2 unterschiedlichen bruehen und schmeisst dann alles (fleich, fisch, gemuese, nudeln usw.) hinein. war wiedermal lecker und ein neues erlebnis.

am samstag habe ich gedacht, dass man auch etwas anderes von china, ausser nur shanghai sehen sollte. somit sind wir fuer eine tag nach hangzhou gefahren. das ist eine stadt ca. 200km suedlich von shanghai, die vor allem wegen ihrer landschaft beruehmt in china ist. viele sehenswuerdigkeiten und gaerten liegen um den so genannten west lake. wir haben zuerst einen tempel besichtigt und sind danach zu einer pagode gefahren.den nachmittag haben wir nach dem essen mit einem spaziergang um den see ausklingen lassen. alles in allem war es ein willkommen abwechslung zum stadtleben und auf jeden fall ein reise wert.

sonntag ging es in das shanghaier stadtviertel french concession. hier ist alles sehr europaisch angehaucht da es noch ein ueberbleibsel aus der kolonialzeit ist. wir sind so 3 stunen durch die strassen gezogen und haben uns die verschiedenen strassenzuege und parks angeschaut. auch hier hat sich shanghai wiedermal von einer ganz anderen seite gezeigt. spaeter ging es dann nach pudong. wir sind auf den jinmao gefahren. aber diesmal nicht auf die aussichtsplattform fuer die touristen sondern in die hoechstgelegene bar weltweit im 87. stock. dabei konnte man auch den ein oder anderen blick ins hyatt hotel erwischen. leider war die sicht nicht so gut, aber das ambiente hat dafuer entschaedigt. danach ging es nochmal kurz zum stoffmarkt unsere sachen abholen. und so sieht mein kostuem nun aus (habe natuerlich gleich nachschub geordert):

am abend ging es diesmal zum japaner, genauer gesagt teppanyaki essen. dabei wird das essen auf einer art grill vor unseren augen zubereitet. auch sushi gab es im ueberfluss, den besten den ich bis jetzt gegessen habe. und da es ein all-you-can-eat-and-drink menu war, haben wir uns den bauch so richtig vollgeschlagen.

am montag hiess es dann leider abschied nehmen. zuvor waren wir aber noch ein wenig auf dem fakemarkt und am people square shoppen. am spaeten nachmittag ging es dann zum letzten mal gemeinsam chinesisch essen. mein vater wollte unbedingt noch etwas besonderes ausprobieren und bestellte schlange. an sich ist das ja schon irgendwie eklig. aber als dann der kellner mit nem korb ankam und uns die lebende schlange zeigte, vergeht einem schon der appetit. trotzdem habe ich es gewagt und etwas gekostet. der geschmack ist nichts fuer mich, irgendeine mischung aus fleich und fisch. sehr komisch. naja, so hatte meine family wenigstens noch ein erlebnis bevor es wieder zurueck nach deutschland ging. nachdem wir uns am taxi verabschiedet haben und sie zum flughafen und ich in meine wohnung gehfahren bin, kam schon ein wenig heimweh auf.
aber am naechsten tag durfte ich ja wieder zurueck in den shanghaier alltag und der ist ja auch nicht zu verachten ;-)